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NIVD Neue Insolvenzverwaltervereinigung Deutschlands e.V.
Netzwerk für moderne Insolvenzverwaltung

5. Jahresdialog „Wer braucht zum Sanieren noch die InsO?"

Dieses Jahr fand am 9. und 10. März der 5. NIVD-Frühjahrsdialog statt, bei dem viele angesehene Rechtsanwaltsgesellschaften und Insolvenzverwaltungen, sowie u.a. die PERICON Unternehmensberatung GmbH, vertreten durch Herrn Ralf Presber, anwesend waren. Der Schwerpunkt des 5. Jahresdialogs stand unter dem Motto „Wer braucht zum Sanieren noch die InsO?", welches durch zahlreiche Vorträge thematisiert wurde.

Am Donnerstag wurde der Dialog mit dem Impulsreferat „Stand der Diskussionen zu einem EU-Rahmen für vorinsolvenzliche Restrukturierung" durch Herrn Alexander Bornemann eröffnet. Im Anschluss folgte ein englischer Vortrag von Herrn Nicolaes W.A. Tollenaar zum Thema „pre-insolvency proceedings: normative foundation and objective". Abgerundet wurde der Tag durch Herrn Frank Frind, der die Umsetzungsprobleme bei Art.102C EGInsO/EuInsVO aus Sicht der gerichtlichen Praxis sowie den Ausblick auf Praxisprobleme des vorinsolvenzlichen Restrukturierungsverfahrens darstellte.
Der zweite Tag begann mit einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Stephan Madaus, der die Thematik des präventiven Restrukturierungsrahmens sowie die Brüsseler Reformidee in Bezug auf ESUG offenlegte.
Anschließend wurden die Herausforderungen bei vorinsolvenzlichen Sanierungen von Herrn Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt vorgestellt. In der Folge erläuterte Frau Dr. Alexandra Schluck-Amend bei ihrem Vortrag die Haftungen der beteiligten Personen.
Nach einer kurzen Kaffeepause wurde ein Panel mit der Fragestellung „Welche Zukunft hat Sanierung nach der InsO?" eröffnet, dem auch Herr Ralf Presber, Geschäftsführer der PERICON, angehörte. Die Moderation wurde dabei von Prof. Dr. Joachim Jahn übernommen.
Herr Presber führte u.a auf, dass die meisten Krisen vom Management zu verantworten sind und deshalb fraglich ist, ob dieses ohne Unterstützung fähig ist, die Krise selbst zu meistern. Außerdem soll Nch dem EU-Richtlinienentwurf ein Tool an die Hand gegeben werden. Diese Formulierung ist zu abstrakt. Tools gibt es bereits viele. Es bleiben Fragen offen wie: Wer haftet für die Richtigkeit? Was soll dieses Tool beinhalten?